TRITIUMGASLICHTQUELLEN

19.04.2019 20:00

WIE KANN MAN TRITIUMGASLICHTQUELLEN NOCH BEZEICHNEN?

Tritiumgaslichtquellen TGLQ sind unter anderem auch als GTLS (Gaseous tritium light source) bekannt.
Des Weiteren sind sie auch unter den Herstellernamen wie beispielsweise Trigalight, H3, Traser oder ähnlichen bekannt.

WER HAT TRITIUM ENTDECKT?

Tritium wurde 1934 gemeinsam von Ernest Rutherford ein neuseeländischen Physiker, Mark Oliphant, ein australischen Physiker und Paul Karl Josef Maria Harteck, ein österreichischen Physikochemiker, entdeckt.

WAS IST TRITIUM?

Tritium ist eigentlich ein natürliches Isotop des Wasserstoffs (H). Sein Atomkern besteht aus einem Proton und zwei Neutronen (H3) und wird Triton genannt. Das chemische Zeichen von Tritium ist H3.

Durch den relativ instabilen Atomkern hat Tritium eine Halbwertszeit von gerade einmal 12,32 Jahren.

WIE FUNKTIONIEREN TRITIUMGASLICHTQUELLEN?

Im Gunde ist die Funktionsweise der Tritiumgaslichtquellen einfach und ebenso rasch erklärt.
Tritiumgaslichtquellen bestehen aus einem meist runden Borsilikatglaskörper. Dieser ist an der Innenseite mit einer fluoreszierenden Schicht (Leuchtstoff) überzogen und mit Tritiumgas befüllt.
Das Tritium bestrahlt nun konstant den Leuchtstoff mit Photonen. In der Folge emittiert dieser in der entsprechenden Farbe – der Glaskörper leuchtet!

SIND TRITIUMGASLICHTQUELLEN GEFÄHRLICH?

Im Grunde gehen von Tritiumgaslichtquellen keine Gefahren aus. Denn die zu erwartende jährliche Strahlenbelastung liegt beispielsweise weit unter denen der kosmischen Strahlung oder denen zu erwartenden natürlichen jährlichen Strahlung.

WIE WERDEN DIE TRITIUMGASLICHTQUELLEN HERGESTELLT?

Die Tritiumgaslichtquellen werden im Grunde in wenigen Schritten hergestllt. Von der Herstellung bis zum Einsatz in den unterschiedlichsten Alltagsgegenstände sind es im Grunde 6 einzelne Schritten:

  1. Herstellung der Glasröhrchen

  2. Beschichtung

  3. Befüllung mit Tritium

  4. Laser Schneidprozess

  5. Qualitätskontrolle

  6. Anwendung

  1. Herstellung der Glasröhrchen
    Zur Herstellung der kleinen Glasröhrchen, werden Glasröhren erhitzt und danach in den geforderten Durchmesser geformt. Der kleinste mögliche formbare Innendurchmesser beträgt 0,1 mm. Um sich diese Dimension vor Augen zu führen, ein menschliches Haar hat in etwa denselben Durchmesser.
    Bildquelle: traser.com

  2. Beschichtung
    Im nächsten Schritt werden die Röhrchen an der Innenseite beschichtet. Hier ist jede Regenbogenfarben möglich.
    Bildquelle: traser.com

  3. Befüllung mit Tritium
    Der nun folgende Arbeitsschritt ist wohl der komplexeste. Denn die feinen Glasröhrchen müssen mit Tritiumgas befüllt und gleichzeitig Luftdicht versiegelt werden.
    Bildquelle: traser.com

  4. Laser Schneidprozess
    Die gefüllten Glasröhrchen werden nun auf die geforderte Länge zugeschnitten. Dies geschieht unter Anwendung einer Lasermaschine. Beim Zuschnitt werden die Schnittflächen wieder automatisch versiegelt.
    Bildquelle: traser.com

  5. Qualitätskontrolle
    Um die höchste Qualität der Tritiumgaslichtquellen zu gewährleisten, wird jedes einzelne Röhrchen einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen.
    Bildquelle: traser.com

  6. Anwendung
    Im letzten Arbeitsprozess, werden die kontrollierten Tritiumgaslichtquellen, in die unterschiedlichsten Geräte der Luft- und Raumfahrt sowie Uhren uvm. eingebaut.
    Bildquelle: traser.com

WICHTIGE FAKTEN ZU TRITIUMGASLICHTQUELLEN

  • Tritiumgaslichtquellen leuchten ohne einer externen Energiequelle oder Sonnenlich

  • die Beleuchtung funktioniert permanent

  • zur Aktivierung der Beleuchtung muss kein Knopf gedrückt werden

  • das Tritium ist vollständig umschlossen

  • Tritiumgaslichtquellen werden erst beim Einsetzten der Dämmerung sichtbar (bei normalem Tageslicht ist die Leuchtkraft der Quelle zu gering)

  • grüne Tritiumgaslichtquellen sind für das menschliche Auge am sichtbarsten und hellsten, blaue haben 60% und orange nur noch 40% von der Helligkeit der Grünen

  • die Halbwertszeit von Tritium beträgt 12,32 Jahre. Das bedeutet, dass nach dieser Zeit die Tritiumgaslichtquellen nur noch halb so hell leuchten wie bei der Herstellung (was jedoch für das menschliche Auge keinen Unterschied macht)

  • der Name Tritium kommt aus dem griechischen tritós und bedeutet “der Dritte”

FAZIT:

Zusammenfassend kann man sagen, dass Tritiumgaslichtquellen eine beinahe dauerhafte, gefahrlose Lichtquelle sind, welche optimal für Markierungen, militärischen und polizeilichen Einsätze o.ä. eingesetzt werden können.


Kommentare

Sehr interessanter Bericht zumn Thema, Lg Stefan

Stefan, 13.05.2019 10:14

Top Bericht, wirklich sehr interessant!

Stefan, 06.05.2019 07:06
Einträge gesamt: 2

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