CINF Warum jucken Stechmücken-/Gelsenstiche?

Einleitung
Wer von uns kennt nicht das summende Geräusch in den Abendstunden und die darauffolgende Jagd nach den kleinen Plagegeistern? Die Gelsen oder auch Stechmücken genannt haben schon vielen den letzten Nerv geraubt, doch warum Jucken eigentlich die Stiche dieser kleinen Blutsauger?

Gelse oder Stechmücke welche Bezeichnung ist die richtige?
Im Grunde sind beide Bezeichnungen korrekt. In Österreich ist die Bezeichnung Gelse verbreitet, während in Deutschland die kleinen Plagegeister als Stechmücken bekannt sind. In der Schweiz werden sie als Staunsen oder Stanzen bezeichnet. Doch ganz gleich wie man sie nennt, Blut saugend sind sie überall.

Warum stechen die Gelsen / Stechmücken?
Grundsätzlich ernähren sich die Gelsen / Stechmücken von Nektar und Pflanzensäften.
Doch nach der Befruchtung benötigen die Weibchen Proteine für die Eientwicklung. Dieses finden sie im Blut ihrer Opfer. Nachdem sie ca. 0,005 ml Blut in sich gesaugt haben, dauert es noch 2 Tage bis sie die Eier ablegen können.

Wen stechen die Gelsen?
Die Wahl ihrer Opfer hängt für die kleinen Blutsauger von zwei Faktoren ab. Zum einen von der Wärme des Opfers und zum anderen vom Körpergeruch. Der Geruch wird stark von unserer Ernährung beeinflusst. – Man ist was man isst und die Gelsen stehen drauf!
Warum Jucken Gelsenstiche?
Um diese Frage zu beantworten, muss man zuvor den Ablauf eines Stiches näher betrachten.
Nachdem die Gelse oder Stechmücke zugestochen hat würde unser Blut gerinnen und die Gelse am Trinken hindern. Um diesen Umstand vorzubeugen injizieren uns die Gelse / Stechmücke ihren Speichel. Dieses Speichelsekret führt zu zwei Reaktionen.

1)    Zum einen gerinnt das Blut nicht und
2)    zum anderen werden Histamine in der Haut freigesetzt.

Die Gerinnung des Blutes ermöglicht der Gelse, dass diese in Ruhe und ohne Blutstockung das Blut trinken kann. Erst die zweite Reaktion – die Indizierung der Histamine - führt zu einer pseudoallergischen Reaktion, welche die bekannte Schwellung, Rötung sowie den unausstehlichen Juckreiz hervorruft.

Wie lange juckt ein Gelsenstich?
Die Juckdauer hängt wieder von zwei unterschiedlichen Faktoren ab.

1)    Stichdauer
Je länger die Gelse Zeit hat, umso mehr Speichelsekret kann sie injizieren

2)    Individuelle allergische Reaktion
Die individuelle allergische Reaktion ein wesentlicher Faktor, denn diese kann von einer Stunde bis hin zu mehreren Tagen andauernden.

Unterschiedliche Arten unterschiedliche Juckdauer?
Die Juckdauer ist unabhängig von der Gelsenart.


Was passiert wenn man an einem Gelsenstich kratzt?
Wenn man den Juckreiz nachgibt und an einem Gelsenstich zu kratzen beginnt, kann dies die Reaktion verstärken und in manchen Fällen sogar zu einer Infektion führen, daher - Finger weg!


Was tun, wenns passiert?
Wenn allen Abwehrmaßnahmen zum Trotz doch der Stich erfolgt ist und die Haut zu Jucken beginnt, findet man unzählige Möglichkeiten um die Symptome zu lindern. Ob diese jedoch wirklich alle funktionieren ist fraglich, trotz dessen möchten wir euch einige Möglichkeiten aufzählen:

  • Hitze
    In den diversen Geschäften findet man sogenannte Thermostifte, diese erwärmen die Stichstelle wodurch bei ca. 45°C das Insektengift unschädlich gemacht werden soll.
    Ein ähnliches Ergebnis soll auch mittels heißen Löffeln o.ä. erzielt werden.
  • Eis
    Mittels eines Eiswürfels kann man die Schwellung und den Juckreiz lindern, sobald man die Kühlung wieder aussetzt, beginnt der Juckreiz von vorne.
  • Zwiebel
    Eine aufgeschnittene Zwiebel auf die Stichstelle legen. Der Zwiebelsaft soll den Juckreiz lindern und zur Abschwellung des Gewebes beitragen.
  • Apfelessig
    Mit Wasser verdünnter Apfelessig soll eine ähnliche Wirkung wie Zwiebelst haben.
  • Topfen
    Kalter Topfen auf den Gelsenstich, wirkt Abschwellend und lindert den Juckreiz.
  • Speichel
    Auch der eigene Speichel kann lindernd wirken und als erste Maßnahmen eingesetzt werden, denn durch die Verdunstung kühlt er die Haut.
  • Erdäpfel / Kartoffel
    Die Stichstelle mit der Schnittfläche eines Erdäpfels / Kartoffel einreiben.



 


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  • Danke für die interessante...

    Information, das meiste davon wusste ich noch gar nicht. Daher doppelt so interessant. Lg