COMRADE History - die Geschichte der Hängematte

COMRADE History
Die Geschichte der Hängematte

 

Heute, am 22. Juli wird die Entspannung zelebriert!

Es ist der Tag der Hängematte!

 

Das ist unter anderem ein Grund, um einmal die Seele baumeln zu lassen und für uns ein Grund euch die Geschichte der Hängematte etwas näher zu bringen.

 

Was ist eine Hängematte?
Eine Hängematte wird zumeist aus Stoff oder einem entsprechenden Netz hergestellt. Durch die richtige Befestigung an zwei Punkten entsteht eine durchhängende Liegefläche.

Der Vorteil der Hängematte
Neben dem kleinen Packmaß, bestechen Hängematten vor allem durch ihren angenehmen Liegekomfort. Durch die erhöhte Lage ist man außerdem vor Ungeziefer, Tieren, etc., sowie vor Bodenfeuchtigkeit geschützt. Auch eventuelle ungünstige Bodenbeschaffenheiten wie z.B. Steine, Wurzeln etc. beeinträchtigen die Schlafqualität nicht.

Die Geschichte der Hängematte

Die ersten Hängematten - Fischernetz und Schlafplatz zugleich
Die eigentliche Geburtsstunde der Hängematte ist nicht belegt, aber bereits vor über 1.000 Jahren waren ähnlich gebaute Schlafstellen in Südamerika bekannt. Die Maya und wahrscheinlich noch weitere Naturvölker nutzten ihre Fischernetze auch zum Schlafen. Im Grunde hatten sie damit die Netzhängematte entdeckt. Durch die erhöhte Schlaflage hatten sie wesentliche Vorteile. Sie waren nun zum einen nicht mehr den giftigen Insekten am Boden ausgesetzt und zum anderen wurden sie beim Schlafen von allen Seiten gekühlt. Ein interessantes Detail ist sicher auch, dass einige Indianervölker ihre Toten in Hängematten betteten.

Eine seltsame Schlafstätte – die Hängematte erobert Europa
Es dauerte etwas länger bis die Hängematte in Europa entdeckt wurde. Durch die Reisen von Christoph Kolumbus kamen nicht nur viele neue Eindrücke und exotische Gegenstände, sondern auch die Hängematte nach Europa. Seine ersten Aufzeichnungen aus dem Jahr 1492, beschrieben eine seltsame Schlafstätte. Auch der Geistliche Jean de Lery berichtete bei seinen Reisen durch Mittelamerika von den Hängematten.

Vor allem die damaligen Seeleute erkannten das Potential, welches in diesen kleinen Netzen steckte. Sie waren einfach zu versorgen und schützten die Matrosen vor Verletzungen, da sie auch bei rauer See die Eigenschaft hatten, mitzuschwingen.

Die Hängematten der Royal Navy
Eine der ersten militärisch genutzten Hängematten waren wohl jene der Royal Navy. Diese gab an die Matrosen Hängematten in Form von Segeltüchern aus. Die Auswahl des Materials war jedoch nicht optimal, denn das Segeltuch war luftundurchlässig, wodurch die Matrosen leicht schwitzten.

Eine Besonderheit war die Bestimmung, dass die Hängematten eine maximale Breite von nur 15 cm haben durften.

Schlafen über Kanonen
Das Batteriedeck war auf den Kriegsschiffen der damaligen Zeit, einer der wichtigsten Räume für die Matrosen, denn hier wurde unter anderem geschlafen und gegessen. Zum Schlafen wurden einfach die Hängematten dicht nebeneinander über die Kanonen gehängt, auch wenn sich manchmal eine Hängematte neben der anderen im Unterdeck reihte. Hier fanden die Matrosen meistens ihre ersehnte Ruhe.

Hängematten als Kugelschutz und Rettungsring
Auf den Kriegsschiffen hatte die Hängematte noch zusätzliche Funktionen. Nach einer hoffentlich ruhigen Nacht auf See wurden die Hängematten abgenommen und eng zusammengerollt. Danach versorgte man sie in Netzen an der Schiffsinnenseite. Dort sollten sie die Bedienmannschaft der Kanonen vor Treffer durch kleinkalibrigen Waffen schützen.

Außerdem sollten sie bei einem Schiffsuntergang aufschwimmen und den Matrosen, wenn auch für kurze Zeit, als Rettungsring dienen.

Eine Hängematte für jedermann
In den 60er Jahren konnten unterschiedlichste Hängemattenvarianten kostengünstig hergestellt werden. Sie wurden nahezu für jedermann erschwinglich und wurden zum Symbol für Entspannung.

Dieser Trend ist auch bis heute noch aktuell.

Tags: History
Bitte gib die Zeichenfolge in das Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.